Dass im Fußball alles möglich ist, zeigt jedes Jahr aufs Neue der DFB-Pokal. Hier wurde der David häufig zum Goliath und stellte dem vermeintlichen Favoriten mehr als nur ein Bein. Dies musste bereits auch Giovanni Trapattoni lernen, als er mit dem FC Bayern 1994 gegen den damaligen Regionalligisten TSV Vestenbergsgreuth scheiterte.

Der Deutsche Vereinspokal wird bereits seit 1935 ausgetragen. Derzeit nehmen 64 Teams daran Teil. Darunter alle Teams der Ersten und Zweiten Bundesliga, sowie der Erst- bis Viertplatzierte der Dritten Liga. Die restlichen Teams können sich über die Landeswettbewerbe qualifizieren. So haben die Amateure bei der Auslosung auch das Heimrecht.

Beim ersten Pokal der 1935 ausgetragen wurde und damals noch Tschammerpokal hieß, nahmen über 4000 Teams teil. Nach mehreren Runden, bei denen die besten Teams erst am Schluss einstiegen, siegte am Ende der 1.FC Nürnberg im Finale über den FC Schalke mit 2:0. 1943 wurde der Tschammerpokal dann zum vorerst letzten Mal ausgetragen. Der Sieger hieß First Vienna FC. 1952 wurde der DFB-Pokal dann wieder rehabilitiert.

Mit dem Beginn der Fußball-Bundesliga 1963 wurde der Pokal mit dem Ligakalender angeglichen. Damit trat der Pokal erstmals aus der zweiten Reihe und bekam nach der Saison sein eigenes Finale. Bis 1984 wurde das Finale auf unterschiedlichen Plätzen ausgetragen. Seit 1985 dient das Berliner Olympiastadion als Endspielort.

Während es bis 1991 bei einem Remis noch zu einem Wiederholungsspiel kam, findet nun eine Verlängerung statt. Sollte es auch nach dieser noch Unentschieden stehen, entscheidet das Elfmeterschießen. Das Endspiel wurde bereits 1977 mit dieser Regel modifiziert.

Rekordsieger ist der FC Bayern München mit insgesamt 15 Titeln. Dahinter folgen Werder Bremen (6) und der FC Schalke (5).